Veröffentlichungen

Aufsätze - Presse

Harke de Roos

Aufsätze und Veröffentlichungen


Einige Aufsätze und Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen. In Kürze folgen weitere.

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Die ersten vier Töne der 5. Symphonie Beethovens bilden eines der bekanntesten Motive der Musikgeschichte, um nicht zu sagen Menschheitsgeschichte. Nach dem ersten Biographen des Komponisten stammt die Bezeichnung Schicksal von Beethoven selber: So pocht das Schicksal an die Pforte. [...]

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DIE MISSDEUTUNG BEETHOVENS ALS HISTORISCHES PROGRAMM

Gestern brachte ich einen Brief auf die Post, wo man mich fragte, wo der Brief hin soll? Ich sehe daher, daß meine Schrift vielleicht ebenso als ich selbst mißdeutet werde.

Ludwig van Beethoven an Nikolaus Zmeskall, am 9. Oktober 1813

Kaum ein Zweiter steht der Welt sosehr vor Augen wie Beethoven. [...]

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Beethoven's Second Symphony

Essay in english

The Fateful Consequences Of Misinterpreting Beethoven

Yesterday I took a letter to the post office, and they asked me there where it should be sent. I am thus aware that my writing perhaps is as misinterpreted to the same degree as I myself am.

Ludwig van Beethoven to Nikolaus Zmeskall, on 9th October 1813

The picture of which the public chooses to paint of their most prominent citizens can never be 100% accurate. [...]

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Kritiken und Rezensionen

Pressestimmen


Gesammelte Pressestimmen aus vielen Jahren werden nach und nach ergänzt.

Aus originellen Kriminalgeschichten von Klassikern wird man klug

Der holländische Musiker Harke de Roos durchforstete die Wiener Musikgeschichte und entdeckte außergewöhnlich Anregendes über Mozart, Beethoven und Kaiser Joseph... An den musikalischen Verstand der Interpreten zu appellieren, das ist eine der vornehmsten Aufgaben eines Musikschriftstellers.

von Wilhelm Sinkovicz (Wien), "Die Presse" , 12.02.2012

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SZ: Die Frage.

Klingt Beethoven in Wirklichkeit völlig anders.

von Süddeutsche Zeitung, 03.10.2010

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Streit ums Tempo

Ein neuer Takt für Beethoven..

von HR-Online, 30.09.2010

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Kritiken aus der Eisenacher Zeit auf Aufführungen, in denen mit den neuen Erkenntnissen über die Wiener Klassik experimentiert wurde:

Mozart ist zurückgekehrt

Eine kleine Sensation in Mozarts „Serenade“, einem Stück Gelegenheitsmusik, bei dem man „Zweite Wahl“oder „schematischen Aufbau“ assoziiert: Verschmähte Begleit-Achtel mauserten sich zum Star. Harke de Roos ist es gelungen - völlig im Sinne Mozarts - diesem Uhr-Tickern knisternden Reiz einzuhauchen. Darüber konnten sich hingeworfenen Melodiespritzer exzellent entfalten.

von Martin Lehrer, Mittel-Allgemeine Zeitung, 10.09.92


„In schwelgerischer Hingabe“

Sehr viel erfreulicher Mozarts Serenade KV 203 D-Dur: Hier zeigte de Roos plötzlich Temperament, riss Kontraste zwischen klang- und ausdrucksvoller Süße einerseits und dissonanter Härte andererseits auf. Dynamisch differenziert, von der eher nüchtern spielerischen Solovioline und der eindrucksvoll artikulierenden, cantabelen Oboe veredelt, war hier eine ganz andere Landeskapelle zu erleben - vom Dirigenten zudem in den langsamen Sätzen mit einer stimmigen österreichischen Gemütlichkeit angesteckt.

von Frank-Dieter Müller, Thüringer Landeszeitung, 11.09.92


[...]de Roos showed superior musicianship[...]

Standing Room Only audiences greeted the London City Chamber Orchestra and Dutch guest conductor Harke de Roos in the final weekend of concerts. With a beautifully constructed programme evenly divided between Mozart and Haydn the Orchestra was heard in an idiosyncratic performance of Eine kleine Nachtmusik. Elsewhere conductor de Roos showed superior musicianship and musikal thoughtfulness, which brought out the best qualities of the LCCO.

von S.P.Best , summer 1994


"Glanzvolle Mozart-Sinfonie im "Bach Wochen" -Konzert"

Mozarts "Prager" Sinfonie stand am Ende des Konzerts. Die Ausdrucksfülle des Werkes, der Schönklang in Verbindung mit sich andeutender Schwermut und eine makellose Leistung des Orchesters ließen die Mozart-Interpretation zum Höhepunkt des Abends werden.

Den "Knüller" hatte man bis zum Schluss aufgespart: Mozarts 1786 geschriebene "Prager" Sinfonie D-Dur. Wieder einmal bewies sich Harke de Roos als Meister der Mikroarchitektur, der aus harmlosen Achtelketten raffinierte Täuschungsmanöver herauskitzelt. ... Spontaner Beifall belohnte die Musiker für diese Klassiker-Extase. Martin Lehrer

von MA , 11.03.93


"Klassische Schönheit, scherzende Freude und Feststimmung beim 4. Sinfoniekonzert"

Den vollendeten Eindruck, den die Aufführung hinterließ, den ausgeprägten Wechsel zwischen wienerisch leichten Streicherpassagen und den ausdrucksvollen Variationen in Andante und Menuett, den Harke de Roos durch expressive Stabführung unterstrich, brachte die Landeskapelle als ein engagierter, beseelter und präzise arbeitender Klangkörper zustande. Mit diesem Meisterwerk des klassischen Stils bei Haydn zeigte sich das Orchester von einer seiner allerbesten Seiten.

von Eisenacher Presse , 03.12.93


"Ungestüm, vital, spielbesessen[...]"

Ungestüm, vital, spielbesessen präsentierte sich die Landeskapelle im 4. Sinfoniekonzert. Die Anwesenheit ihres neuen Chefs Harke de Roos wirkt sich - wie schon mehrfach hörbar- elektrisierend auf das Ensemble aus. Den größten Eindruck hinterließen die Musiker gleich mit dem ersten Stück, Haydns Sinfonie Nr. 103 Es-Dur. Der zur Zeit der Komposition 61-jährige Komponist irritiert die Zuhörer mit einer Basskantilene, die scheinbar ins Nichts führt, bis sich ihr der passende Streicherakkord in den Weg stellt. Danach gewinnt das Werk allerdings einen straffen, fast stampfenden Grundschritt. Diesen realisierte die Landeskapelle mit bewundernswürdiger Konsequenz, auch wenn manche Passagen im Menuett dadurch als aufdringlich empfunden wurden. Harke de Roos bewies sich im knisternden Vivace wieder einmal als Meister der kleinen Motive: den tickenden Achtelketten der Geigen verhalf er zu unerhörter Prägnanz.

von Martin Lehrer, MA , 03.12.93